Ginger Root Kefir

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Die Inhaltsstoffe des Ginger Root Beers (Ingwer-Limonade) - Der Wasserkefir mit dem Extra-Kick

Die Ginger Root Plant: Wasserkefir mit dem Extra-Kick
Wasserkefir plus Ingwer = Ginger Root Beer

Die Ginger Root Plant, mit der man das traditionelle, deftige Ginger Root Beer herstellt, ist ein speziell vermehrter Wasserkefir-Drink mit Kefirkristallen. Wer sich für die besonderen Inhaltsstoffe interessiert, die in der Kultur enthalten sind und bei der Gärung von ihr produziert werden, kann deshalb auf unserer Seite Wasserkefir Inhaltsstoffe nachlesen - es handelt sich im Wesentlichen um die gleiche Lebensgemeinschaft aus Bakterien und Hefepilzen.

An dieser Stelle soll es vielmehr um eine Hauptzutat gehen, die den Wasserkefir vom Ginger Root Beer unterscheidet: die asiatische Power-Wurzel Ingwer. Wer heute auf gesunde, natürliche und schmackhafte Zutaten beim Kochen wert legt, kommt am Ingwer nicht mehr vorbei. Seit einigen Jahren ist die asiatische Wurzel aus der deutschen Küche nicht mehr wegzudenken.

Mit Kombucha lässt sich Ingwer leider erst nach der Gärung kombinieren. (Was übrigens sehr lecker schmeckt: Einfach einige Ingwerscheiben oder geriebenen Ingwer in das fertige Kombucha-Getränk geben.) Würde man den Ingwer aber mit in den Kombucha Ansatz geben, behinderten seine zahlreichen ätherischen Öle und Inhaltsstoffe den Gärprozess. Ähnliches gilt für die Kefir Herstellung: Im fertigen Kefir schmeckt Ingwer pikant und erfrischend, aber bei der Gärung selbst würde er die Arbeit der Kultur empfindlich stören.

Ganz anders sieht es hingegen beim Wasserkefir aus: Das Rezept für Ginger Root Beer bietet die Möglichkeit, zwei hoch interessante, nährstoffreiche und wertvolle Lebensmittel zu kombinieren. Denn mit Wasserkefir verträgt sich der Ingwer in idealer Weise: Wie Sie auf der Seite Wissenswertes über Ginger Root Beer nachlesen können, ist das berühmte Rezept dazu mindestens 150 Jahre alt. Wir haben das berühmte Rezept zum Anlass genommen, einige Informationen über die mythenumrankte Wurzel der Asiaten für Sie zusammen zu stellen.

Ingwer: Die asiatische Power-Wurzel ist buchstäblich in aller Munde

Ingwer: Die wichtigste Zutat für das Ginger Root Beer ist auch im Tee immer beliebter
Die wahrscheinlich bessere Alternative zum Kräuterschnaps nach schwerem Essen: Frischer Ingwertee
Eine scharfe Wurzel erobert Europas Teller und Teetassen

Den einen gilt er als wunderbar aromatische Delikatesse, die anderen können seinen Geschmack nicht ausstehen und rufen mit verzogenem Gesicht "Bäh! Seifig!": Am Ingwer scheiden sich immer noch die Geister. Vielleicht gehört für den europäischen Gaumen einfach etwas Gewöhnung dazu, bis man den Geschmack von Ingwer lieben lernt und man die scharfe Wurzel nicht mehr missen möchte. (Das gilt ja für viele gute Dinge des Lebens, vom Kaffee, über Oliven und Wein bis zum Whisky: Unsere Lust auf Saures, Bitteres und Scharfes ist ein Stück Kultur, das wir erst erlernen müssen. Nur Süßes geht schon bei Babys immer...)

Ingwer stammt zwar ursprünglich aus der asiatischen Küche, ist aber längst auch aus der gesunden Küche in Europa nicht mehr wegzudenken. In den letzten Jahren hat sich das Gewürz immer mehr bei uns durchgesetzt: als getrockneter Ingwer in Backgewürzen und Currymischungen, als kandidierte Frucht und als schokoladenüberzogene Süßigkeit, frisch gerieben oder geschnitten in asiatischen Eintöpfen, Currys und Suppen, als eingelegte Scheiben zum Sushi, roh gerieben im Salat, in Joghurt oder Kefir-Drinks, in Obstsalaten, Fruchtkompotten und Chutneys... Es lässt sich nicht übersehen: Ingwer ist überall! Fernsehköche wie Sarah Wiener und Moderatoren wie Johannes B. Kerner schwören auf die entspannende und beruhigende Wirkung von rohen Ingwerscheiben in heißem Wasser und zelebrieren ihren Genuss vor laufenden Kameras. Ingwertee beruhigt den Magen, wärmt und tut gut.

Das allgegenwärtige Gewürz galt einst als wertvolle Heilpflanze

Bei all der modischen Aufregung um die asiatische Ingwerwurzel wird leicht vergessen, dass der Ingwer ursprünglich als Heilpflanze verwendet wurde. Die genaue Herkunft der Ingwerstaude und des aus ihrer Wurzel gewonnenen Gewürzes sind unbekannt, als gesichert gilt jedoch, dass sie in Asien seit mindestens drei Jahrtausenden verwendet wird. Schon in alten chinesischen und indischen Sanskritschriften findet die Ingwerwurzel als Lebenselixier Erwähnung. Heute wird Ingwer in fast allen tropischen Gebieten der Welt angebaut. Er wächst zum Beispiel in Südostasien, in Jamaika, Brasilien, Florida und Zentral-Afrika.

Ingwer: Zur tollen Wurzel gehört eine vielseitige, schön blühende Pflanze

Blühende Ingwerpflanze: Üppige Blüten in verschiedenen Formen und Farben

Der Ingwer (lateinisch: Zingiber officinale) gehört botanisch zur Familie der Ingwergewächse, einer Familie mit über 1200 Pflanzenarten, zu denen auch andere Gewürz- und Heilpflanzen zählen wie z.B. Kurkuma (Gelbwurz), Grüner und Schwarzer Kardamom und Thai-Ingwer (Galgantwurzel). Die Ingwer-Pflanze wird bis zu einem Meter groß und kommt wild, in freier Natur, heute praktisch nicht mehr vor. Sie wächst ähnlich wie Schilf, hat ein weit verzweigtes, fleischiges Rhizom (Wurzelgeflecht), dessen Wuchs an ein Geweih erinnert, und sie bildet dichte, sehr dekorative Blütenstände aus. Die Blüten der Pflanze erinnern an Liliengewächse und Iris. Ingwer kommt in vielen Varietäten und Züchtungen vor, entsprechend unterschiedlich und farbenprächtig können die Blütenfarben und -formen ausfallen, die sich in vielen tropischen botanischen Gärten rund um die Welt bestaunen lassen.

Ein Versuch ist's wert: Ingwer lässt sich auch in Europa als Topfpflanze ziehen

Ingwer ist eine sehr robuste Pflanze: Wer eine Ingwerpflanze aus der Nähe beobachten will, kann das sogar mit den kühl gelagerten Ingwerwurzeln aus der Gemüsetheke ausprobieren. Legen Sie dazu einfach eine große, pralle (keinesfalls eingetrocknete) Knolle flach in einen Topf mit leicht feuchter Erde und bedecken Sie sie nur halb mit Erde. An einem warmen Standort und mit ein bisschen Glück wird der Wurzelstock recht schnell austreiben und eine üppige schilfähnliche Pflanze ausbilden. Den Sommer über kann die Pflanze an einem halbschattigen Platz auf dem Balkon oder der Terrasse stehen. Sie sollte mäßig feucht, aber nicht nass gehalten werden. Im Herbst verliert die Pflanze ihre Blätter - und genau dann kann auch der Wurzelstock geerntet werden.

Ein exotischer Muntermacher reist um die Welt:
Die Geschichte des Ingwers

Eine frische Ingwerwurzel: fest und prall und seidig glänzend

Ingwer wird im tropischen Asien nachweislich seit mindestens 3000 Jahren kultiviert. Besonders im alten Indien und China war er weit verbreitet. Die Wurzeln sind leicht zu transportieren und monatelang haltbar, und so lässt sich erklären, warum Ingwer als eines der ersten Gewürze weltweit verbreitet wurde.

Die Römer kannten in kleinen Tontöpfen importierten Ingwer, der als besondere und anregende Delikatesse galt. Aus Angst vor Seuchen und verdorbenen Lebensmitteln wurden Lebensmittel früher sehr stark gewürzt (eine Praxis, die auch die würzige bis feurig-scharfe Küche Ostasiens erklärt), und genau dazu war Ingwer bestens geeignet. Der frische Saft der Ingwerwurzel hat keimtötende bzw. -hemmende Wirkung und sorgte zu Zeiten, als es noch keine Kühlschränke gab, für die längere Haltbarkeit von Speisen und Getränken.

Die Spanier brachten die Ingwerpflanze mit nach Jamaika, wo sie prächtig gedieh. Im 17. Jahrhundert kam Ingwer in Europa dann zeitweise aus der Mode. Er war insbesondere in England so weit verbreitet, dass er nicht mehr als Statussymbol diente. Dennoch blieb in der englischen und amerikanischen Kochtradition viel von der früheren Begeisterung für Ingwer erhalten: Ginger Ale, Ginger Bread, Ingwerkekse und eben das mit Hilfe von Wasserkefir hergestellte Ginger Root Beer zeugen nach wie vor von der Beliebtheit des exotischen Muntermachers. Frischer Ingwer aus der Gemüsetheke hingegen fand aber erst mit dem Interesse für die asiatische und gesunde Küche ab Anfang der 1990er Jahre weitere Verbreitung in Europa.

Beruhigend und belebend zugleich: Eigenschaften und Inhaltsstoffe der Ingwerwurzel

Frische Ingwerwurzel, angeschnitten: pikant, würzig und sehr aromatisch

Aussehen und Geschmack von Ingwer können sehr stark variieren, je nachdem wo und unter welchen klimatischen Bedingungen er angebaut wurde. Afrikanischer Ingwer ist meist dunkelbraun, hat ein bitter-medizinisches Aroma und gilt als sehr scharf. Indischer Ingwer ist hellbraun bis rötlich braun gefärbt und in seinem Geschmack zitronig-erdig und dabei ebenfalls recht scharf. Chinesische Arten sind in der Farbe blasser (hellbraun bis beige), im Geschmack leicht zitronig, sehr aromatisch und verfügen über eine milde Schärfe. In deutschen Gemüsetheken sind diese drei Sorten am häufigsten erhältlich, am gängigsten ist dabei der chinesische. China ist der weltweit größte Exporteur. Als besonders hochwertige Qualität und geschmacklich am besten gelten allerdings der Ingwer der Fidschi-Inseln und aus Jamaika.

Frischer Ingwer sollte sich prall und fest anfühlen, die Schale muss seidig glänzen. Schrumpelige Knollen deuten auf ein zu hohes Alter hin. Bei einer Lagerung im Kühlschrank und bei hoher Luftfeuchtigkeit sind die Ingwerwurzeln rund 3 Monate haltbar. (Für eine hohe Luftfeuchtigkeit sorgen Sie am besten, indem sie den Ingwer in ein feuchtes Tuch einschlagen.)

Bislang wurden dutzende sekundäre Pflanzenstoffe wie ätherische Öle oder Harze in der Ingwerwurzel entdeckt. So erklärt sich das vielschichtige und vielfältige Aroma von Ingwer, aber auch seine zahlreichen, zum Teil widersprüchlichen Eigenschaften, Ingwer gilt zum Beispiel als beruhigend und belebend zugleich.

Zahlreiche ätherische Öle (Gingerole) finden sich nur in der Ingwerwurzel

Frischer Ingwer hat einen hohen Gehalt an Vitamin C und enthält zahlreiche ätherische Öle wie Shogaol, Cineol, Borneol, Linalool, Camphen, Phellandren, Gingerol und viele andere mehr. Bekannt sind die Gingerole, die in ihrer chemischen Struktur dem Aspirin ähnlich sind. Die Gingerole wirken im Darm außerdem als Gegenspieler zum Hormon Serotonin und wirken entspannend und beruhigend. Außerdem gehören Gingerole zusammen mit den Shogaolen zu den Scharfstoffen, die sich auch beim Kochen nur geringfügig verflüchtigen. Sie regen den Speichel- und die Schweißabsonderung an und sorgen im Magen für ein ausgesprochen intensives Hitzegefühl. Darüber hinaus wirkt Ingwer allgemein wärmend, und zwar nicht nur im Magen, sondern auch in der Haut. Er bildet damit ein ideales Gewürz, um im Winter für einen warmen Körper zu sorgen.

Ingwer als traditionelle Heilpflanze

Wasserkefir mit Ingwer, Feigen und Melasse: Das Ginger Root Beer im Ansatzglas

In den chinesischen und indischen Überlieferungen wird Ingwer geradezu als Allheilmittel bei allen möglichen Beschwerden beschrieben. Um 2700 v. Chr. zählte der Kaiser von China, Shen Nung, Ingwer zu den königlichen Pflanzen, die die Lebenskraft erhalten und fördern sollten. In der ayurvedischen Medizin Indiens, die viel stärker als die westliche Medizin auf die Vermeidung von Krankheiten durch eine gesunde Lebensführung setzt, gibt es sogar das Sprichwort: "There's no tincture without ginger." Zu deutsch: Es gibt keine Arznei, die keinen Ingwer enthält. Im Ayurveda (deutsch: der Lebenswissenschaft oder Lebensweisheit) geht man davon aus, dass die Ingwerwurzel die Wirksamkeit verschiedener anderer Zutaten jeweils unterstützt und verstärkt.

"There's no tincture without ginger."

Vieles an der traditionellen Begeisterung für Ingwer mag uns heute stark übertrieben scheinen. Vieles davon ist sicherlich auch der blumigen Sprache vergangener Epochen geschuldet. Aber auch heute und in westlichen Kulturen wird Ingwer sehr häufig eingesetzt, um Magen und Darm zu harmonisieren, das gesamte Verdauungssystem auszugleichen und den Appetit anzuregen. Bei Stress und Hektik gilt Ingwer als beruhigende und entspannende Nervennahrung. Im Winter als "Warmmacher", der von innen wärmt und uns sogar richtig zum Schwitzen bringt. Und vor allem: Wenn unser Gaumen den Geschmack von Ingwer erst einmal "erlernt" hat, dann wollen wir sein Aroma nie wieder missen. Ginger Root Beer, die Ingwer-Limonade aus Wasserkefir-Kristallen, ist nur eine von tausend möglichen Varianten, in denen wir die faszinierende Ingwerwurzel in unserem Alltag genießen können.

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