Milchkefir (Tibetanischer Pilz)

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Kurz & bündig: Was ist Kefir (Milchkefir)?

Was ist Kefir / Milchkefir? Das Wichtigste über Kefirknollen auf einen Blick
Das Wichtigste über Kefirknollen auf einen Blick:

Die Knollen des Milchkefir sehen aus wie ein kleiner Blumenkohl und verwandeln Milch praktisch über Nacht (innerhalb von 24-48 Stunden) in einen aromatisch-cremigen, Joghurt-ähnlichen Kefir-Drink mit natürlichen Hefen, Milchsäurebakterien und Mineralstoffen. Der Ursprung des geheimnisvollen Milchexots liegt vermutlich im Kaukasus oder in Tibet, wo er seit vielen Jahrhunderten zu den wichtigsten Nahrungsmitteln zählt und traditionell als „Getränk der Hundertjährigen“ gilt. Auch in Deutschland und Osteuropa hat Kefir seit langem eine treue Fangemeinde, die ihn als alternatives und sehr bekömmliches Milchprodukt schätzt. Am Ende der Fermentation ist das fertige Kefir-Getränk praktisch laktosefrei und gilt als besonders gut verdaulich. Die Milchsäurebakterien im Kefir sind zudem eine wichtige Vitamin B12-Quelle für Vegetarier. Mit unseren Startsets vermehrt in Bio-Milch gelingt auch Ihnen die Kefir-Herstellung ganz leicht – garantiert!

Wissenswertes über Kefir / Milchkefir (Tibetanischer Pilz)

Kefir Milchkefir Tibetanischer Pilz
"Schwimmt da Blumenkohl in deiner Milch?"

Gesunde, angesäuerte Milchprodukte, die mit Hilfe von Milchsäurebakterien entstehen, kennt und liebt wohl fast jeder von uns: Joghurt, Quark und Käse sind aus einer modernen und ausgewogenen Ernährung kaum wegzudenken. Auch für die milchsaure Fermentation von rohem Gemüse, die gerade ihre große Wiederentdeckung feiert, nutzt der Mensch seit Jahrtausenden nützliche Milchsäurebakterien (z.B. Sauerkraut und Kimchi).

Der echte Kefir, den viele auch unter dem Namen “Kefirknolle”, "Tibetanischer Pilz" oder "Kaukasischer Milchkefir" kennen, ist hingegen ein echter Exot unter den Milchprodukten. Als einziges Milchprodukt entsteht Milchkefir unter der Mitwirkung von Hefepilzen. Die Hefen lassen im fertigen Kefir nicht nur wertvolle Vitamine, sondern auch Kohlensäure entstehen, die dem Getränk einen prickelnden Charakter und einen ganz leichten, delikaten Hefeduft verleihen.

Die Besonderheit, eine Lebensgemeinschaft aus Bakterien und Hefen zu sein, teilt der Kefir mit dem Wasserkefir (der mit Wasser, Zucker und Trockenfrüchten angesetzt wird) und mit dem berühmten Teepilz Kombucha (der sich in gezuckertem Tee wohl fühlt und vermehrt).

Kefir besteht aus einzelnen Schlingen, die sich zu kleinen Kefirknollen formen und immer wieder in junge kleinere Kefirknollen zerfallen.

Die Knolle des "Tibetanischen Pilzes" hat eine gummiartige Konsistenz und sieht aus wie ein kleiner, sauber strukturierter Blumenkohl, der aus einzelnen Schlingen besteht. Die Kefirknollen vergrößern sich mit der Zeit, fallen wieder auseinander und bilden dann kleinere, neue Knollen. Sie erreichen meist Erbsen- bis Walnüssgröße. Dabei gilt: Umso größer eine Knolle, desto älter ist ihr Inneres. Umgekehrt kann man davon ausgehen, dass kleinere Knöllchen besonders frisch gewachsen sind.

Normalerweise verdoppelt sich die Masse des Kefir nach 2 - 4 Wochen, damit wächst er ein ganzes Stück langsamer als z.B. Wasserkefir. Bei guten Lebensbedingungen und sorgfältiger Pflege teilen sich die Kefirknollen immer weiter und begleiten ihren Besitzer ein Leben lang. Kefir ist unkompliziert und sehr einfach in der Pflege, wenn man einige Grundregeln beachtet.

Die Herstellung des Milchkefirs ist ganz einfach: Man übergießt den Kefir bzw. die Kefirknolle mit Milch (Kuh-, Schafs- oder Ziegenmilch). Bereits nach 24 Stunden entsteht auf diese Weise ein aromatisch-cremiger Milch-Powerdrink, der unverwechselbar duftet und schmeckt.

Kefir schmeckt deftig besonders lecker

Mit frischen Kräutern, mit Knoblauch, geriebenem Ingwer, etwas Honig oder als Bestandteil von Dressings und Saucen ist der Kefir-Drink ein unglaublich frisches und leckeres Geschmackserlebnis. Außerdem enthält Kefir zahlreiche Vitamine und Mineralstoffe.

Wenn die Kefirknollen die Milch vollständig fermentiert haben (nach rund 48 Stunden), ist der Kefir-Drink praktisch laktosefrei. Wer Probleme mit der Verdauung von Milchzucker hat, kann es also durchaus einmal mit Kefir probieren.

Übrigens: Wer einen hohen Anteil gesunder Omega-3-Fettsäuren in seinem Kefirgetränk haben möchte, sollte seine Kefirknollen unbedingt in Bio-Milch ansetzen, so wie auch wir von Wellness-Drinks es bei der Vermehrung seit jeher tun. Die wichtigsten Informationen über Kefir in Bio-Milch haben wir in einem ausführlichen Artikel für Sie zusammengefasst (mehr dazu hier).

Durch Kefir soll der Verdauungstrakt in der Lage sein, viele Mineralstoffe und Vitamine besonders gut aufzunehmen (z. B. viele B-Vitamine, Vitamin D, Vitamin C) und besser zu verwerten als beim Genuss von unvergorener Milch. Die Milchsäurebakterien wiederum können sich vorübergehend im Darm ansiedeln und dadurch unser Wohlbefinden fördern. Auf jeden Fall ist der Milchkefir eine gesunde Abwechslung für jeden, der Joghurt, Buttermilch und Quark liebt und einmal etwas Neues ausprobieren möchte.

Woher stammt der Kefir / Milchkefir?

Tibet: Die Heimat des Kefir (Milchkefir)

Man vermutet, dass der Milchkefir von Asien über Osteuropa bis nach Deutschland gelangte. Im Gegensatz zum Wasserkefir und Kombucha hat er hierzulande seit Jahrzehnten eine kleine, aber treue Fangemeinde, die ihn als gesundes und bekömmliches Milchprodukt schätzt.

Der Ursprung des Kefirs liegt wahrscheinlich in Tibet oder im Kaukasus. In beiden Hochgebirgen gehört er seit Jahrhunderten zu den wichtigsten Grundnahrungsmitteln. Die Geheimnisse seiner Herstellung werden traditionell weitergegeben. So wird er im Kaukasus teilweise in Lederbeuteln kultiviert, die man jeden Tag mit frischer Milch auffüllt. Jeder dort trinkt das vor allem mit Schafs- oder Stutenmilch angesetzte Kefir-Getränk, das für Vitalität und Lebensfreude bis ins hohe Alter sorgen soll. Zwischen den ansässigen Volksstämmen werden die Kefirknollen als kostbare Quelle einer gesunden Ernährung von Generation zu Generation weitergereicht.

Irgendwann fand der Kaukasische Kefir seinen Weg über das Schwarze Meer und verbreitete sich in Osteuropa und im gesamten Balkan. In Bulgarien gilt Milchkefir dank seines Geschmacks und seiner guten Verträglichkeit noch heute als beliebtes Nationalgetränk.

Über die eindeutige Herkunft des Namens Kefir wird gestritten. Es wird vermutet, dass sich die Bezeichnung “Kefir” entweder vom türkischsprachigen köpürmek = “schäumen” ableitet, oder von dem ebenfalls türkischsprachigen Wort keif, das als “Wohlbefinden nach dem Trinken” übersetzt werden kann.

Gesund ist in:
Kefir liegt seit Jahren im Trend

Kefirknollen im Ansatzgefäß

In den letzten Jahren sind fertige Kefir-Drinks zum wahren Renner in den Kühlregalen der Supermärkte geworden. Milchkefir ist - wie frischer, biologisch aktiver Joghurt - eine echte Alternative zu all den gezuckerten und künstlich aromatisieren Milchprodukten. Echten Kefir gibt es allerdings üblicherweise nicht im Handel zu kaufen. Auf allen fertigen Kefir-Produkten findet sich in der Regel der Namenszusatz "Kefir, mild". In der industriellen Großproduktion wird dazu eine leichter zu verarbeitende Kefir-Kultur verwendet, die für absolut gleich bleibenden Geschmack und Konsistenz sorgt. Im Industrieprodukt “Kefir, mild” wird auf den Einsatz von Hefen, die eine alkoholische Gärung bewirken, weitgehend verzichtet, weil sich sonst die Becherdeckel unschön wölben könnten. Der industrielle Kefir enthält keinen Alkohol, aber leider fehlt ihm auch die prickelnde Kohlensäure und das wunderbar hefige Aroma. Vor allem aber ist “Kefir, mild” nicht laktosefrei, sondern enthält noch Milchzucker (ca. 2,7 bis 3,9 g/100 g) - sehr zum Unmut von Menschen mit Laktoseintoleranz, die den echten Kefir erwarten.

Die traditionelle Kefirknolle sollte niemals mit Metall in Berührung kommen. Metall könnte dem Kefir dauerhaft schaden.

Das neue Industrieprodukt hat bei vielen das Interesse für den echten, traditionellen Kefir geweckt – und seine Herstellung zu Hause gelingt tatsächlich sehr leicht, wenn man einige Grundregeln beherzigt. So darf der Kefir, genau wie der Wasserkefir, niemals mit Metall in Berührung kommen. Bei Kontakt mit Metall kann ein Ionenfluss entstehen, der den Kefir unter Umständen schwer beschädigt. Utensilien aus Kunststoff und Glas gehören deshalb fest in jeden Kefir-Haushalt. Ansonsten ist der “Tibetanische Pilz” ein munterer und unkomplizierter Geselle, der bei guter Pflege jahrelang für Genuss und Freude sorgen kann.

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