Über uns: Wellness-Drinks - eine moderne Bio-Manufaktur

Wellness-Drinks ist eine moderne Bio-Manufaktur, die von der Idee lebt, Menschen zu befähigen, natürliche und universelle Lebensmittel auf der Basis von Fermentation selbst herzustellen.

Damit pflegt Wellness-Drinks eine uralte Tradition und Kunst, die unserer Überzeugung nach nicht allein in die Hand anonymer Lebensmittelkonzerne gehört, sondern jedem Einzelnen von uns das Wissen verleihen kann, eigene Lebensmittel mit der vollen Kontrolle über die Qualität, Beschaffenheit und Vielfalt der Zutaten zu genießen.

Der Geschäftsführer von Wellness-Drinks André Götz beschäftigt sich seit gut zwei Jahrzehnten mit Gärgetränke-Kulturen wie dem Kombucha-Pilz, Milchkefir (Kefirknollen) und Wasserkefir (Japankristallen) sowie mit der Fermentation von rohem Gemüse. Seit 2006 produziert und vertreibt sein Unternehmen die biologisch aktiven Gärgetränke, die mit dem Bio-Siegel nach EG-Öko-Verordnung ausgezeichnet wurden.

Im Laufe der Jahre hat sich Wellness-Drinks zu Europas größtem Anbieter für Bio-Kombucha mit Teepilzen und Bio-Kefir mit Kefirknollen aus zertifizierter Herstellung entwickelt. Es garantiert seinen Kundinnen und Kunden 100% natürlichen Genuss aus mikrobiologisch einwandfreien Kulturen.

Franzi Schädel: Interview mit Wellness-Drinks Gründer André Götz

Wer mehr über André Götz und den Hintergrund von Wellness-Drinks wissen will, dem sei das folgende Interview von Franzi Schädel (Foto rechts) ans Herz gelegt, die in ihrem tollen und sehr erfolgreichen Food-Blog „Wo geht’s zum Gemüseregal“ mit viel Liebe die Vielfalt vegetarischer und veganer Gerichte erkundet.

Dort erschien das Interview mit André Götz ursprünglich in leicht veränderter Form:

Franzi Schädel von Wo geht's zum Gemüseregal?
Foto: Paul Träger
André Götz, Gründer und Geschäftsführer von Wellness-Drinks
Beschäftigt sich seit über 20 Jahren mit Kombucha, Kefir & Co: Wellness-Drinks Gründer und Geschäftsführer André Götz

Franzi Schädel: Was hat dich dazu bewegt mit Kombucha und Co. zu arbeiten?

André Götz: Wie so oft bei folgenreichen Begegnungen bin ich völlig unverhofft und zufällig auf den Kombucha-Pilz gestoßen. Es muss rund 20 Jahre her sein, dass ich bei einer Freundin, die sich schon damals sehr für gesunde und selbst hergestellte Lebensmittel interessierte, einen Kombucha-Pilz in der WG-Küche stehen sah. Ehrlich gesagt: Ich war fasziniert, aber auch ein wenig abgestoßen von dieser seltsamen Pilzscheibe, die im Glas auf einer braunen und offensichtlich gärenden Brühe thronte. „Das da trinkst du wirklich?“, war meine erste Reaktion.

Ich ließ mich überreden, biss in den sauren Apfel (der in diesem Falle wirklich ziemlich sauer schmeckte) und probierte zum ersten Mal Kombucha-Tee. Und dann war ich ziemlich schnell begeistert und hatte selbst bald das erste Glas mit einem Kombucha-Pilz zuhause stehen.

Dass ich aus dem Hobby eines Tages einen Beruf machen würde, wusste ich da natürlich noch nicht. Aber ich fing schnell an, mich mit der Welt der Bakterien zu beschäftigen, vor allem mit den erwünschten Mikroorganismen in unseren Nahrungsmitteln, die wir Menschen seit Jahrtausenden nutzen, um Nahrungsmittel haltbar zu machen, geschmacklich zu verfeinern und die Bioverfügbarkeit vieler Mikronährstoffe überhaupt erst zu ermöglichen.

"Ohne nützliche Mikroorganismen sähe unsere Speisekarte vollkommen anders aus"

Wenn wir von Nahrung sprechen, denken wir in erster Linie an pflanzliche und tierische Nahrungsmittel. Aber ohne die zahlreichen nützlichen Mikroorganismen sähe unsere Speisekarte vollkommen anders aus: Brot und Backwaren aller Art, die meisten Milchprodukte, Bier, Wein, Essig, milchsaures eingelegtes Gemüse, Sauerkraut, Kimchi (Kimchi-Grundrezept), die ganzen asiatischen Soja-, Austern- und Fischsaucen...all das gäbe es in dieser Form ohne Mikroorganismen nicht. Schnell entdeckte ich, dass es neben dem Kombucha noch weitere Kulturen aus Bakterien und Hefen gibt, die sich genauso lecker und leicht für selbst hergestellte Lebensmittel nutzen lassen. Und von da an ging es Schritt für Schritt immer weiter. Mit der Zeit wurde das Thema „Gesunde Ernährung“ auch für mich persönlich immer wichtiger, nicht zuletzt weil ich eine unentdeckte Laktoseintoleranz mit mir herumschleppte.

Dass unsere Darmschleimhaut eine Oberfläche von 400-500 Quadratmetern hat, also unsere größte Kontaktfläche zur Außenwelt darstellt, wenn man so will… Dass im Darm ein Großteil unserer Abwehrzellen des Immunsystems entsteht und viele Erkrankungen auf Probleme der Verdauung und eine Störung des Darm-Mikrobioms zurückgehen… Dass wir in unserem Darm eine ganze eigene Welt, ein bakterielles Ökosystem aus tausenden verschiedenen Bakterienarten mit uns herumtragen, insgesamt mindestens 10 Billionen Mikroorganismen, also viel mehr Zellen als unser eigentlicher Körper hat… All das wurde mir erst langsam klar, und auch vom wissenschaftlichen Standpunkt steht mittlerweile fest: vieles weiß man noch gar nicht und ist in seinen Zusammenhängen noch weitgehend unerforscht. Es gibt fast monatlich neue Studien und Theorien. Einfach faszinierend, um es mit Mr. Spock zu sagen.

Franzi Schädel: Welche Vorteile haben Kombucha, Kefir und Co. für uns?

André Götz: Lebensmittel, die durch Milchsäurebakterien und Hefen angereichert und fermentiert sind, gehören für mich zu einer ausgewogenen und gesunden Ernährung einfach dazu. Und es liegt nahe, diese Lebensmittel selbst zu produzieren. Nicht nur, weil es einfach ist und Spaß macht, sondern auch, weil es viele Vorteile bringt. Zum einen sind die industriellen Nahrungsmittel, die wir heute in Supermärkten kaufen, in aller Regel erhitzt oder sonstwie in ihrem Gär- und Fermentationsprozess gestoppt. Die Industrie will gleichbleibende standardisierte Qualität. Der Joghurt darf nicht zu sauer schmecken, der Kombucha-Drink muss haltbar sein und darf sich nicht in Essig verwandeln… Lebende Bakterien und Hefen findet man deshalb in Industrieprodukten entweder gar nicht oder in viel geringerer Zahl.

"Wenn ich Kombucha und Kefir selbst mache, bestimme ich selbst die Zutaten, ihre Qualität, ihre Menge und ihre Zusammensetzung"

Und der andere, vielleicht genau so wichtige Grund: Wenn ich ein milchsauer fermentiertes Getränk trinken möchte – warum muss ich dann gleichzeitig künstliche Aromen, Stabilisatoren, Süßstoffe und vieles andere mehr zu mir nehmen? Das muss ich nicht! Je kürzer und bekannter die Zutatenliste, desto besser ist meistens die Qualität eines Produkts. Wenn ich Kombucha und Kefir selbst mache, bestimme ich selbst die Zutaten, ihre Qualität, ihre Menge und ihre Zusammensetzung. Wenn ich im Supermarkt bei einem Lebensmittel die Zutatenliste durchlese, überlege ich mittlerweile: Was ist denn das eigentlich? Habe ich das selbst zuhause im Schrank stehen? Könnte ich das selbst zum Kochen verwenden? Ist die Antwort nein, verzichte ich oft lieber auf das Produkt.

André Götz, Gründer und Geschäftsführer von Wellness-Drinks
André Götz: "Kombucha war für mich das Erweckungserlebnis"

Franzi Schädel: Welches ist denn dein liebstes Getränk und warum?

André Götz: Kombucha war für mich das Erweckungserlebnis, und ich mag ihn immer noch sehr gern. Vielleicht auch, weil ich passionierter Teetrinker bin und das Herbe, leicht Bittere des Tees sehr schätze, ebenso wie die ausgewogene Säure im fertigen Kombucha-Tee. Viele Menschen, das muss man dabei allerdings auch zugeben, finden den Geschmack von Kombucha erst einmal gewöhnungsbedürftig und genießen ihn lieber verdünnt, mit Säften und Wasser, oder als Bestandteil von Saucen und Dressings und vielerlei Rezepten. Ich mochte ihn immer auch pur. Als echter Hesse ist man ja an sauren Apfelwein gewöhnt - der „Ebbelwoi“ ist das hessische „Nationalgetränk“ schlechthin.

In den letzten Jahren bin ich aber auch immer mehr auf den Wasserkefir gekommen. Er lässt sich pur sehr viel leichter genießen als Kombucha, und er hat noch einen großen Vorteil: er ist so unverwüstlich, dass man schon beim Gär-und Fermentationsprozess die verschiedensten Zutaten, Tees, Gewürze, Kräuter, Zitrusfrüchte und Trockenobst aller Art beigeben kann und so ein immer wieder anderes und überraschendes Getränk erhält.

"Kefir passt einfach (fast) immer! Er ist eine Grundzutat, wenn ich koche"

Beim Kefir wiederum gefällt mir am besten, dass er sich so problemlos und vielseitig in die unterschiedlichsten Gerichte und Speisen integrieren lässt, egal ob es um süße Desserts, Frühstück-Cerealien oder Smoothies geht, um Salatdressings, Dips und Soßen, oder um richtig deftige Hauptgerichte, Eintöpfe und Suppen. Kefir passt einfach (fast) immer! Er ist eine Grundzutat, wenn ich koche. Und seinen hefigen Geschmack, den finde ich einfach aufregend – mir schmeckt Milchkefir viel besser als Joghurt beispielsweise.

Franzi Schädel: Hast du generell einen Tipp in Bezug auf die wundervollen Produkte in deinem Shop?

André Götz: Aber ja! Einfach selbst ausprobieren, selbst Erfahrungen sammeln und langsam ein Gespür und Gefühl für die Kulturen entwickeln, mit denen man täglich die leckersten Dinge herstellen kann. Wer das erste Mal Kombucha ansetzt oder die Kristalle des Wasserkefirs gären lässt, ist oft mit dem ersten Ergebnis unzufrieden. Aber der zweite Ansatz wird schon ganz anders schmecken als der erste, selbst wenn man die gleichen Zutaten benutzt und glaubt, alles genau gleich gemacht zu haben.

"Man braucht ein wenig Geduld"

Wir sind es heute gewohnt, dass Lebensmittel immer ziemlich exakt gleich schmecken. Bei den lebenden Kulturen von Kombucha, Kefir und Wasserkefir ist das anders. Kombucha ist mal prickelnd und voller Kohlensäure, dann wieder nicht. Einmal duftet er nach Äpfeln und Zitrusfrüchten (man kann da wie ein Weinkenner reden, wenn man will), und dann ist das Ergebnis auch einmal etwas langweilig und fad. Man braucht ein wenig Geduld, und es gibt viele, die eine fürsorgliche und liebevolle Beziehung zu ihren Kulturen entwickeln, fast wie zu einem Haustier.

Es sind nicht nur die „harten“ Fakten, die eine wichtige Rolle für den Geschmack spielen. Zutaten, Standort, Temperatur, Gärdauer – das all das Auswirkungen hat, ist ja klar. Aber auch die Jahreszeiten, die Gegend, ja sogar Wetterumschwünge machen sich beim Reifeprozess bemerkbar. Es gibt einen Kollegen von mir, der sehr viel mit Sauerteig arbeitet. Er lässt keinen Fremden in den Raum, in dem sein „Mutterteig“ lagert – er ist fest davon überzeugt, dass dies negativen Einfluss auf die Qualität seines Sauerteigs hat, und er ist wahrlich kein Esoteriker! Einfach verblüffend, oder?

Anmerkung: Alle Informationen und Tipps auf unserer Website sind mit größter Sorgfalt zusammengestellt und von uns geprüft worden. Eine Garantie für die Aktualität, Vollständigkeit und Richtigkeit der Angaben können wir aber leider nicht geben. Wir übernehmen keine Haftung für eventuelle Schäden und Unfälle.
Bitte setzen Sie bei der Anwendung unserer Empfehlungen, Tipps und Hinweise auch Ihr persönliches Urteilsvermögen ein und nutzen Sie Ihre Erfahrungen im richtigen und sicheren Umgang mit Lebensmitteln.